Studienfahrt Krakau

Do zobaczenia, Krakowie – Bis bald, Krakau!

Unsere Studienfahrt nach Krakau

Es ist wohl kein Geheimnis, dass Polen bei Urlaubern aus Deutschland aufgrund gewisser Vorurteile nicht direkt auf dem ersten Platz der Wunschziele steht. Und dennoch weiß man eigentlich gar nicht so viel über das Nachbarland im Osten: Das war womöglich einer der vielen Gründe, warum sich über dreißig Schülerinnen und Schüler der elften Klasse des Kreisgymnasiums Bad Krozingen dazu entschieden hatten, im Mai 2026 im Rahmen der Studienfahrt für fünf Tage nach Krakau zu fahren. Und so viel kann man schon vorwegnehmen: Die große Mehrheit war restlos begeistert von der Stadt und ihren vielen verschiedenen Facetten.

Zugegeben: Fünfzehn Stunden in Zügen, in denen teilweise nicht einmal ein Fenster zu öffnen war, waren wohl nicht der angenehmste Start ins Abenteuer. Das Hotel in Krakau hingegen, relativ zentral gelegen und modern eingerichtet, sollte uns jedoch wieder versöhnen.

Vor allem die bewegte Geschichte Polens und Krakaus während des Nationalsozialismus brachten einige schwere Themen mit sich. Sowohl die Führung in Auschwitz-Birkenau, dem ehemaligen Vernichtungslager und heutige Gedenkstätte, als auch der Besuch im Schindler-Museum – den Namen kennen viele sicherlich aus dem Spielfilm „Schindlers Liste“ – waren für viele äußerst emotional, bedrückend und einprägsam, aber definitiv eine wichtige Erfahrung. Vermutlich wären wir ohne dieses Studienfahrtziel nicht von uns aus auf die Idee gekommen, nach Krakau, geschweige denn nach Auschwitz zu fahren.

Unsere Zeit in Krakau war keineswegs langweilig, ganz im Gegenteil: Es gab genügend Freizeit, um eigenständig die Viertel der Stadt zu erkunden, durch Geschäfte zu bummeln oder abends polnische Spezialitäten in lokalen Restaurants zu probieren. Das preisgünstige, aber sehr leckere und abwechslungsreiche Essensangebot und generell die Gastfreundlichkeit der Menschen haben uns positiv überrascht. Dabei wirkte Krakau selbst zu jedem Zeitpunkt sicher und sauber. Zu Fuß konnte man sich sehr gut und sehr schnell zurechtfinden.

Wie so oft ging die Zeit viel zu schnell vorüber: Krakau wird vielen als eine sehr schöne und angenehme Stadt in Erinnerung bleiben, auch wenn das Wetter nicht immer mitgespielt hat. Eine besonders wichtige Erfahrung war sicherlich der Ausflug nach Auschwitz, auf dem Gelände und in den Ausstellungen bekamen wir noch einmal einen völlig neuen Blickwinkel auf die Ausmaße der damaligen Verbrechen.

Mit vielen schönen, aber eben auch nicht nur einfachen Erinnerungen, ging es dann letztendlich wieder zurück nach Deutschland. „Kraków zdecydowanie warto odwiedzić“ – „Krakau ist definitiv eine Reise wert“, auch wenn man bis auf „Hallo“ und „Danke“ wohl kein Wort der nicht ganz einfachen Sprache behalten hat. Do zobaczenia, Krakowie – Bis bald, Krakau!

Lennard Maurer und Sarah Hirt (K1)